Dialog statt Polarisierung: Friedensperspektiven zu Israel und Palästina

Ein Podiumsgespräch mit Palestinians and Jews for Peace (PJFP)

Rückblick … und Ausblick? Rund 70 Teilnehmende folgten unserer Einladung zu einem besonderen Nachmittag des Zuhörens, des Dialogs und der differenzierten Auseinandersetzung. Die Veranstaltung begann um 15 Uhr unter dem Titel „Dialog statt Polarisierung“. Mitglieder der Initiative Palestinians and Jews for Peace (PJFP) führten ein moderiertes Gespräch. Fragen aus dem Publikum wurden schriftlich gestellt und im Panel aufgegriffen. Im Anschluss gab es noch die Gelegenheit bei einem Getränk miteinander in den direkten Austausch zu gehen – persönlich, ruhig und mit großer Offenheit.

Wir danken den Referentinnen von PJFP herzlich für ihre eindrücklichen Beiträge, ihre Ehrlichkeit und ihren Mut, ihre Perspektiven zu teilen. Ebenso bedanken wir uns beim Migrapolis, dass wir in diesen Räumen zu Gast sein durften. Der Nachmittag bot Einblicke in die aktuelle Situation vor Ort, in persönliche Erfahrungen mit Konfrontationen und Gewalt sowie in die komplexen politischen und gesellschaftlichen Dynamiken. Gleichzeitig wurden auch die Vorbehalte und Herausforderungen thematisiert, mit denen Palästinenserinnen und Jüdinnen in Deutschland konfrontiert sind. Die Referentinnen sprachen über ihre Wünsche und Bedürfnisse – und darüber, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen Dialog jenseits von Polarisierung möglich bleibt. Zwei kurze Filmbeiträge ergänzten das Gespräch: „Rage, Revenge & Repair“ sowie der Trailer zu „Warriors of the Heart – Women Wage Peace“. Beide Filme zeigten eindrucksvoll die vielfältigen Friedensaktivitäten von Palästinenserinnen und Jüdinnen vor Ort in Israel und Palästina und machten deutlich: Zivilgesellschaftliches Engagement für Verständigung existiert – trotz aller Eskalationen.

Besonders hoffnungsvoll war der gemeinsame Ausblick am Ende des Abends: Genau solche Begegnungen, in denen Menschen einander zuhören und Komplexität aushalten, sind ein wichtiger Beitrag zu einer friedlicheren Perspektive – hier wie dort. Wir danken allen, die da waren, mitgedacht, gefragt und zugehört haben. Dialog bleibt möglich – wenn wir ihn gemeinsam gestalten.

Die Veranstaltung wurde von der Stiftung Dialoge & Begegnungen unterstützt.